Die Fischerhose im Thai-Style ist aus einer etwas festeren Baumwolle und hat ein klein wenig schmaleres Bein, als die Thailändische. Seit Jahren steht sie geschätzt und gleichberechtigt neben dem thailändischen Vorbild in unserem Sortiment. Die Länge der Hose lässt sich durch die Breite des Bundumschlages variieren. Breiter Umschlag verkürzt, kurzer Umschlag verlängert das Hosenbein. Die Hose ist dementsprechend von einer Körperlänge von 165 bis 190 cm gut zu tragen. Die Weite kann ebenso durch die Breite des Einschlagens reguliert werden und ist bequem bis zu einem Umfang von 120 cm tragbar. Es gibt eine praktische aufgesetzte Hosentasche.
Bekannt auch als Thai Shaolin Hose oder Thai-Fisherpant, lassen wir diese Wickelhosen in Nepal aus einem besonders angenehmen Baumwollstoff fertigen. Traditionell werden die Hosen bis leicht über den Knöchel getragen.
Jede Hose ist in einer kleinen Baumwolltasche verpackt, auf der es eine Anleitung zum Wickeln gibt.
Unser Hersteller für Goa-Style-Bekleidung, Fischerhosen und Jacken aus Nepal wird von Ishwor Shrestha geführt. Er ist 52 Jahre alt und betreibt sein Geschäft seit 30 Jahren. Ursprünglich studierte er Mathematik, doch schon als junger Mensch interessierte er sich stärker für das Geschäftsleben und entschied sich dafür, seinen eigenen Weg als Unternehmer zu gehen.
Heute führt Ishwor Shrestha einen Laden und eine kleine Fabrik in Nepal. Er hat zwei Kinder: einen 15-jährigen Sohn und eine 22-jährige Tochter.
Viele Jahre lang war Ishwor Shrestha eng mit der Goa-Szene verbunden. Bis vor etwa 15 Jahren betrieb er jeden Winter einen Laden in Goa. Dort verkaufte er seine Produkte direkt an Kunden und sammelte wichtige Erfahrungen mit internationalen Käufern, Farben, Schnitten und Stilrichtungen.
Heute reist er nicht mehr jedes Jahr nach Goa. Die Reisen wurden mit der Zeit zu anstrengend, und die lange Abwesenheit von Zuhause passte nicht mehr zu seinem heutigen Leben. Stattdessen konzentriert er sich auf seinen Laden, seine kleine Fabrik und die Produktion in Nepal.
Für Ishwor Shrestha arbeiten derzeit zehn Menschen, davon sechs Männer und vier Frauen. Die überschaubare Größe der Fabrik ermöglicht eine direkte Kommunikation und eine persönliche Kontrolle der Produktion.
Ishwor kennt seine Mitarbeitenden, die Abläufe und die einzelnen Arbeitsschritte genau. Dadurch kann er Bestellungen zuverlässig begleiten und sicherstellen, dass die gewünschten Schnitte, Farben und Details umgesetzt werden.
Eine besondere Stärke seines Unternehmens ist die Arbeit mit nepalesischen Stoffen. Ishwor Shrestha verwendet ausschließlich Stoffe aus Nepal und entwickelt eigene Schnitte für seine Produkte.
Seine Spezialität liegt darin, Bestellungen in gleicher Machart zuverlässig zu wiederholen. Das ist besonders wichtig bei Nachbestellungen, wenn bereits bestehende Modelle erneut produziert werden sollen. Kunden können sich darauf verlassen, dass Schnitte und Ausführungen nach Absprache gleichbleibend umgesetzt werden.
In der Vergangenheit gab es bei indischen und chinesischen Stoffen immer wieder Herausforderungen. Die Stoffqualität konnte schwanken, und Lieferungen kamen manchmal verspätet an, deshalb arbeitet er fast nur noch mit nepalesischen Stoffen.
Durch seine langjährige Erfahrung weiß Ishwor Shrestha, worauf er achten muss. Er arbeitet daran, diese Unsicherheiten so gut wie möglich auszugleichen und für seine Kunden verlässliche Ergebnisse zu liefern.
Guru-Shop ist einer der größten Auftraggeber von Ishwor Shrestha. Seine Mitarbeitenden freuen sich immer über unsere Bestellungen, weil klar ist, was produziert werden soll.
Die Schnitte sind gut besprochen, Farben und Stickereien stehen fest, und es gibt keine Unklarheiten. Diese klare Zusammenarbeit erleichtert die Produktion und sorgt dafür, dass die Bestellungen zuverlässig umgesetzt werden können.
Gerade bei handwerklicher Textilproduktion ist diese gute Abstimmung ein wichtiger Faktor für Qualität, Planungssicherheit und ein vertrauensvolles Miteinander.
Neben Guru-Shop arbeitet Ishwor Shrestha auch mit anderen Großhandelskunden. Viele dieser Kunden kaufen inzwischen kleinere Mengen, weil ihr eigener Absatz durch die weltwirtschaftliche Lage zurückgegangen ist.
Diese Entwicklung zeigt, wie stark auch kleine Hersteller in Nepal von internationalen Märkten abhängig sind. Dennoch arbeitet Ishwor weiter kontinuierlich und passt sich den veränderten Bedingungen an.
Ishwor Shrestha stammt ursprünglich aus einem kleinen Dorf etwa 70 Kilometer von Kathmandu entfernt. Die Verbindung zu seinem Heimatdorf ist ihm bis heute wichtig.
Wann immer er dort ist, schaut er, ob jemand krank ist oder finanzielle Unterstützung benötigt, zum Beispiel für Kinder oder eine Hochzeit. Wenn Hilfe gebraucht wird, unterstützt er die Dorfbewohner so gut er kann.
Ishwor Shrestha würde sein Geschäft gerne weiter ausbauen. Gleichzeitig sieht er die Herausforderungen: Material, Energie und Arbeit werden immer teurer.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist er grundsätzlich mit seiner aktuellen Situation zufrieden. Sein Ziel ist es, sein Geschäft stabil weiterzuführen, gute Produkte herzustellen und seine bestehenden Kunden zuverlässig zu beliefern.